Straßenk(r)ampf
von Carlo Eggeling am 09.07.2026
Aufgespießt
Straßenkampf
Manchmal treffen Dinge aufeinander, die zu schmerzhaften Folgen führen. Fußgänger und Radfahrer -- das kann eine Begegnung sein, die ein Fall für die Polizei wird. So wie am Mittwoch gegen 14.30 Uhr auf der Altenbrückertorstraße. "Der Radfahrer wurde von der Tasche eines 58 Jahre alten Fußgängers getroffen", notiert der Polizeibericht. Der Zweibeiner schickte so den Zweirad-Mobilisten auf den Asphalt. Kein Unfall, heißt es von der Polizei, sondern der Verdacht der Körperverletzung, der Radler erlitt Blessuren an Armen und Beinen. Ob es eine gezielte Attacke oder ein Versehen mit Folgen war, müsse man klären, sagt der Polizeisprecher und bittet Zeugen, sich zu melden.
Aus der Diskussion um Mobilität, Parkplätze und Rad-schön-Routen weiß man, es geht um Raum, den jeder einfordert. Ich finde, das Wort Straßenkampf erhält beim unerquicklichen Auf- und Gegeneinander eine neue Bedeutung. Nicht nur fürs Auto, auch fürs Strampeln und Gehen würde eine Mobilitätsprüfung helfen mit einem Blick auf die Philosophie der Vernunft, also frei nach einem Kantschen Imperativ, der sich Paragraph 1 der Straßenverkehrsordnung findet: gegenseitige Rücksichtnahme. carlo
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