Lüneburg, am Mittwoch den 22.07.2026

Studentenwohnungen in Rettmer

von Carlo Eggeling am 22.07.2026


Wohnraum ist knapp in Lüneburg, auch für Studenten. Die Campus-Gruppe will in Rettmer-Nord 50 neue Bleiben für angehende Akademiker schaffen. Der Bau-Turbo der Bundesregierung wirkt hier im Wortsinne: Campus darf höher bauen, als bisher, statt einer Etage mit Satteldach nun zwei Geschosse plus Staffelgeschoss, also letztlich drei Ebenen. Dazu kommen Zuschüsse der landeseigenen N-Bank. Den geforderten Eigenanteil bringe man unter anderem über das Grundstück ein. Geschäftsführer Klaus Hoppe sagt: "Ich hoffe, dass wir in zwei Monaten loslegen können." Bei der Bauzeit rechnet er mit eineinhalb Jahren, bei den Kosten mit 5,4 Millionen Euro. Das würde pro Zimmer rund 109 000 Euro ausmachen.

Für die jungen Mieter sei das Projekt ideal. Zum einen liegt es am Hof an den Teichen, also an der Straße Richtung Heiligenthal. Dort wird nach ökologischen Grundsätzen Gemüse und Obst angebaut sowie Vieh gehalten. Das ergänzt sich mit Nachhaltigkeitsangeboten der Leuphana. Zudem besteht eine Busverbindung, in zehn Minuten ist man in der Uni. Mit dem Rad -- je nach Kondition -- sogar ein, zwei Minuten schneller.

Das Ganze versteht sich als Ergänzung zu einem anderen Vorhaben, das Hoppe und seine Mitstreiter planen. In der Nähe soll ein Mehr-Generationen-Wohnen entstehen. Laut Stadt geht es um 177 Wohnungen für etwa 280 Bewohner in insgesamt 13 Gebäuden: 7 Wohngebäude mit 84 Wohnungen, 3 Gebäude „Junges Wohnen“ mit 21 Wohnungen, 1 Apartmenthaus für Menschen mit Demenz (24 Wohnungen), 2 Pflege-Apartmenthäuser mit 48 Wohnungen.

Ein weiteres Projekt wird schon länger diskutiert. Auf dem Roy-Robson-Gelände an der Ecke Bleckeder Landstraße/ Am Schützenplatz möchte die Inhaberfamilie Westermann aus alten Hallen der Kleiderfabrik Wohnungen machen, ein Teil ebenfalls für Studenten. Carlo Eggeling

© Fotos: Campus-Gruppe


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