Studie: Nur wenige Wohnungen im Landkreis Lüneburg sind altersgerecht
von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 24.06.2026Landkreis Lüneburg. Der Landkreis Lüneburg steht nach Einschätzung des Pestel-Instituts vor einer wachsenden Herausforderung beim seniorengerechten Wohnen. Laut einer aktuellen Untersuchung sind von rund 95.200 Wohnungen lediglich etwa 6.200 so ausgestattet, dass ältere Menschen mit Rollator oder Rollstuhl dort ohne größere Einschränkungen leben können.
Besonders kritisch sei die Situation in den Badezimmern. Zwar gelten bodengleiche Duschen als wichtigste Voraussetzung für ein selbstständiges Leben im Alter, doch diese sind nach Angaben der Forscher nur in rund 28.600 Wohnungen vorhanden. Auch viele Hausflure, Türen, Küchen und Bäder seien für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen nicht ausreichend dimensioniert.
Mit Blick auf die demografische Entwicklung sehen die Experten Handlungsbedarf. In den kommenden zehn Jahren werden im Landkreis rund 29.200 Menschen der Babyboomer-Generation in den Ruhestand gehen. Das Pestel-Institut und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel fordern deshalb eine bundesweite Förderoffensive für den altersgerechten Umbau von Wohnungen. Die bisherigen Förderprogramme reichten dafür nicht aus.
„Die meisten Menschen möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Dafür müssen Wohnungen rechtzeitig an die Bedürfnisse im Alter angepasst werden“, heißt es in der Untersuchung.
Quelle: Pestel-Institut / Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB)
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