Lüneburg, am Mittwoch den 16.09.2026

„Teil 1: IHK-Sanierung am Sande – 40,25 Millionen Euro und Fertigstellung erst 2028“.

von Winfried Machel am 16.09.2026


Die Sanierung des historischen IHK-Gebäudes Am Sande 1 in Lüneburg wird deutlich teurer und dauert länger als ursprünglich geplant. Die Fertigstellung ist inzwischen für Ende des ersten Quartals 2028 vorgesehen.

Auch die Kosten sind gestiegen. Anfangs war von rund 25 Millionen Euro ausgegangen worden, später von etwa 35 Millionen Euro. Der aktuelle Kostenstand liegt bei 40,25 Millionen Euro.

Hauptgrund für Verzögerungen und Mehrkosten sind erhebliche Schäden, die erst während der Bauarbeiten sichtbar wurden. Dazu gehören verfaulte Holzbalken, Schwamm- und Schädlingsbefall sowie Schäden an tragenden Wänden und Teilen der Dachkonstruktion. Zudem wurden nicht dokumentierte Schornsteine und Durchbrüche entdeckt.

Besonders aufwendig waren Hohlräume im Untergrund beziehungsweise im Bestand. Sie waren teilweise bis zu drei Meter lang und rund 60 Zentimeter hoch. Diese Bereiche mussten vorsichtig mit einem speziellen Verfahren verfüllt werden. Nach Einschätzung der Verantwortlichen werden keine weiteren größeren Hohlräume erwartet.

Hinzu kamen Probleme mit teilweise unzureichenden Gründungen sowie Leitungen im Bereich der Heiligengeiststraße.

Nach Darstellung der IHK liegen die regulär ausgeschriebenen Baugewerke weitgehend im vorgesehenen Kostenrahmen. Die zusätzlichen Kosten entstehen vor allem durch Nachträge für Arbeiten, die wegen der erst später entdeckten Schäden notwendig wurden.

An dem Standort Am Sande hält die IHK fest. Die historische Renaissance-Fassade sowie denkmalgeschützte Bauteile im Inneren sollen erhalten beziehungsweise restauriert werden.

Teil 2 folgt.

Quelle: Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg

www.lueneburgaktuell.de

© Fotos: Hajo Boldt


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