Trotz Rekorddefizit: Bürgerinitiative kritisiert Millionenbindung für Elbbrücke
von Landkreis Harburg reaktionell gekürzt am 05.10.2026
Der Landkreis Lüneburg rechnet 2026 mit einem Fehlbetrag von rund 63,8 Millionen Euro. Gleichzeitig kritisiert die Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“, dass sich der Landkreis finanziell weiter an die geplante Elbbrücke zwischen Darchau und Neu Darchau bindet.
Nach Angaben der Bürgerinitiative wurde im Zusammenhang mit dem Nachtragshaushalt eine Verpflichtungsermächtigung über 23,77 Millionen Euro für das Brückenprojekt beschlossen.
„Der Kreis schreibt so tiefrote Zahlen wie noch nie und verpflichtet sich im selben Atemzug auf das teuerste Straßenbauvorhaben seiner Geschichte“, kritisiert BI-Vorstandssprecher Thomas Böhlen.
Der ursprünglich für 2026 erwartete Fehlbetrag von 54,3 Millionen Euro erhöhte sich nach Angaben des Landkreises vor allem durch steigende Sozial-, Personal- und Rettungsdienstkosten auf rund 63,8 Millionen Euro.
Auch rechtlich ist das Brückenprojekt noch nicht endgültig abgeschlossen. Gegen den Planfeststellungsbeschluss sind Klagen anhängig.
Die Bürgerinitiative fordert deshalb, weitere finanzielle Bindungen für die Brücke kritisch zu prüfen und stattdessen stärker in verlässliche Fährverbindungen zu investieren.
Quelle: Bürgerinitiative „Ja zur Fähre – Nein zur Brücke“ e.V.; Landkreis Lüneburg
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