Lüneburg, am Freitag den 10.07.2026

Über 3.000.000 Aale und 100.000 Quappen für Niedersachsens Gewässer

von Lüneburg Aktuell redaktionell gekürzt am 10.07.2026


Mehr als drei Millionen Aale und 100.000 Quappen für Niedersachsens Gewässer
Der Anglerverband Niedersachsen (AVN) hat seine diesjährigen Artenschutzmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen. Gemeinsam mit mehr als 200 Angelvereinen wurden in den vergangenen Monaten 3.250.419 junge Aale und 109.300 Quappen in Gewässern in ganz Niedersachsen ausgesetzt. Ziel ist es, die stark gefährdeten Fischarten langfristig zu erhalten.
Besonders der Europäische Aal gilt als vom Aussterben bedroht. Wasserkraftwerke, Wanderhindernisse und illegaler Glasaal-Schmuggel setzen den Beständen massiv zu. Im Rahmen des niedersächsischen Aalförderprogramms wurden deshalb Jungaale aus Frankreich nach Niedersachsen gebracht und in rund 250 Flüsse, Bäche und Seen eingesetzt. Das Programm wird zu 60 Prozent von der EU und dem Land Niedersachsen finanziert, den Rest tragen die Angelvereine.
Auch die Quappe, der einzige heimische Süßwasserdorsch, profitiert von den Maßnahmen. In einer Artenschutzstation des AVN wurden mehr als 100.000 Jungfische aufgezogen und anschließend in zahlreiche Gewässer, darunter Aller, Leine, Weser, Wümme und Oker, eingesetzt.
Der AVN betont, dass Angelvereine nicht nur Gewässer nutzen, sondern sich auch intensiv für deren Schutz engagieren. Unterstützung erhält diese Sichtweise durch eine wissenschaftliche Studie der Berliner Forscherin Dr. Malwina Schafft. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Angeln zwar Tiere stören kann, die Auswirkungen jedoch nicht gravierender sind als durch Spaziergänger oder Bootsverkehr. Gleichzeitig leisten viele Angelvereine einen messbaren Beitrag zur ökologischen Aufwertung ihrer Gewässer.
Quelle: Anglerverband Niedersachsen (AVN)

© Fotos: Pixabay Beispielfoto


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