Unser Wasser lässt unser Wasser plätschern
von Carlo Eggeling am 30.07.2026Marianne Temmesfeld wurde 2022 von Bürgervereinsvorsitzendem Rüdiger Schulz für ihren Einsatz für das Trinkwasser zur Bürgerin des Jahres ausgerufen. Nun ist sie wieder aktiv.
Eine Versammlung und eine Erklärung zu einem grünen Lüneburg im Wortlaut:
Angesichts der wiederkehrenden Hitzewellen mit hohem Wasserbedarf und -Verbrauch will der Verein BI Unser Wasser am Sonnabend den 08.08.26 einen Info-Stand am Sande 48 (Höhe Hypo-Vereinsbank von 10-13h aufstellen. Wir wollen Tipps zum Wassersparen verteilen und über die Wasser-Situation in unserer Region insgesamt informieren.
Wahlprüfsteine Von Unser Wasser
Der Verein BI Unser Wasser in Lüneburg hat an die Kandidaten/-innen für die Kommunalwahl, OB- und Landratswahl einen Fragenkatalog (sog. Wahlprüfsteine) zu Themen rund um den Wasserkreislauf und seine Herausforderungen geschickt, der inzwischen von fast allen beantwortet wurde.
Wir haben sehr ausführliche Antworten bekommen, die zeigen, dass sich die Kandidaten mit diesem existentiellen Thema der Wasserkreisläufe beschäftigt und über Problemlösungen nachgedacht haben. Dabei ist eine gewisse Bandbreite erkennbar, aus der nur eine Antwortliste erkennen lässt, das die Klimakrise und ihre Folgen nicht als solche wahrgenommen werden.
Aber lesen und vergleichen Sie selbst: mit dem nachfolgenden link kommen Sie direkt zu Aktuelles auf unserer Homepage wo Sie die Antworten finden
https://unserwasser-bi-lueneburg.de/kommunalwahlen-2026-wahlpruefsteine.html
Wie grün ist Lüneburg noch?
Die Frage stellt sich nicht nur im übertragenen Sinne, sondern ganz konkret: wir haben hier eine Universität, die sich die Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat und diese lehrt. Wie berechtigt sie dazu ist, wenn sie selbst sich nicht nachhaltig, sondern zerstörerisch verhält und sich dabei über alle gesetzlichen Regeln hinwegsetzt, muss infrage gestellt werden. 21 große, schattenspendende und von der Vogelwelt bewohnte Robinien am Pfingstsamstag fällen zu lassen, von denen nur für 4 eine Genehmigung unter bestimmten Voraussetzungen bestand, grenzt an kriminelles Verhalten. Gegen die Baumschutzsatzung der Stadt Lüneburg wurde ohnehin verstoßen, aber auch gegen die Bestimmungen der Naturschutz-Behörden wurde schnöde verstoßen, indem das gesamte Schnittgut zerkleinert und abtransportiert wurde, statt es zwei Wochen zur Besichtigung durch die Behörde liegen zu lassen. Welche Zerstörung der Vogelwelt damit einherging – egal. Wie wird nun darauf reagiert? Anwohnende protestierten entsetzt, konnten aber nichts ausrichten an einem Pfingstsamstag. Studenten*innen zucken mit den Schultern, offenbar ist der Nachhaltigkeitsgrundsatz noch nicht bei ihnen angekommen, wie auch, wenn ihre amerikanischen Professoren sich um Trockenpflanzen in Transnistrien kümmern, ganze Semester nicht anwesend sind, statt sich einmal mit den hiesigen Trockenheitsproblemen auseinanderzusetzen. Und die Stadt? Zumindest ist ein saftiges Ordnungswidrigkeitenverfahren fällig, zeitnah und unmissverständlich! Wie sonst soll der Bürger sonst auf den Gleichheitsgrundsatz vor dem Gesetz vertrauen? Oder will man es allen Recht machen, bis man plötzlich nicht mehr weiß, wie man die Stadt kühlen soll? Ja, mit Begrünung, die aber auch in Lüneburg nicht so schnell nachwächst wie sie abgeholzt wird. Wasser ist auch nicht mehr genug da. Und auch sonst kommt das so plötzlich, dass der Kunstrasen, dem man vor kurzem dem MTV mit einer halben Million gefördert hat, wohl doch nicht so zielführend war. Wie sehr er sich aufheizt, bis zum Schmelzen sogar, dabei Weichmacher freisetzt etc., kann man schnell nachlesen. Gar keine oder falsche Entscheidungen führen immer mehr in die Krise. Wann wird endlich wirklich grüne Politik in aller Konsequenz gemacht. Dass man gerade vor Wahlen damit nicht everybodies Liebling wird, ist klar. Dazu braucht es überzeugende Kommunikation und konsequentes Handeln.
Marianne Temmesfeld
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