Verantwortung für die Zukunft des Handwerks
von Handwerkskammern Braunschweig-Lüneburg-Stade am 16.04.2026Presseinformation
Verantwortung für die Zukunft des Handwerks – von der Küste bis Südniedersachsen
Die Vollversammlungen der Handwerkskammern Braunschweig-Lüneburg-Stade und Hildesheim-Südniedersachsen streben Fusion an
Die Vollversammlungen der Handwerkskammern Braunschweig-Lüneburg-Stade und Hildesheim-Südniedersachsen haben sich anlässlich ihrer Sitzungen am Donnerstag in Bad Lauterberg für eine Fusion der beiden Handwerkskammern zum 1. Januar 2027 ausgesprochen. „Damit haben wir den Weg bereitet für die Stärkung unserer Strukturen und die Verbesserung der Bedingungen für über 36.000 Handwerksbetriebe mit ihren Beschäftigten und Auszubildenden“, erklären die Präsidenten beider Kammern, Detlef Bade (Braunschweig-Lüneburg-Stade) und Delfino Roman (Hildesheim-Südniedersachsen).
Ziel der Fusion sei es, die Leistungsfähigkeit des Handwerks in allen Regionen weiter zu stärken, seine Interessen schlagkräftig zu vertreten und das Service- und Bildungsangebot für alle Mitglieder von der Küste bis Südniedersachsen zukunftsfest aufzustellen. Hintergrund sind steigende Anforderungen an das Handwerk wie der Fachkräftebedarf, die digitale Transformation und wachsender Wettbewerbsdruck. Vorangegangen waren Gespräche des Ehren- und Hauptamtes sowie mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium und den Sozialpartnern.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) begrüßt den Zusammenschluss der Kammern: „Die heutige Entscheidung der beiden Handwerkskammern ist ein wichtiger Schritt für die zukünftige Aufstellung des Handwerks in unserer Region. Die intensiven Beratungen haben zugleich gezeigt, dass mit diesem Prozess unterschiedliche Erwartungen und Perspektiven verbunden sind. Eine Fusion bietet die Chance, Kräfte zu bündeln und die Leistungsfähigkeit der Interessenvertretung weiterzuentwickeln – gerade vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Fachkräftesicherung und Transformation. Entscheidend wird dabei sein, dass die künftige Kammer von einer breiten Akzeptanz getragen wird, die Sozialpartnerschaft gewahrt bleibt und regionale Belange angemessen berücksichtigt werden. Die Landesregierung wird den weiteren Prozess nun auf dieser Grundlage sorgfältig prüfen und verantwortungsvoll begleiten.“
„Wir übernehmen Verantwortung für starke Strukturen im Handwerk und entwickeln diese zielgerichtet im Interesse unserer Betriebe und ihren Beschäftigten und Auszubildenden weiter“, sagt Delfino Roman. „Entscheidend ist für uns dabei, Leistungen zu bündeln und gleichzeitig regionale Ankerpunkte vor Ort zu sichern. Alle bisherigen Hauptverwaltungssitze und kammereigenen Bildungsstandorte werden dabei erhalten bleiben.“
Auch Detlef Bade betont: „Ein leistungsstarker Verbund wird die Interessen des Handwerks politisch noch wirksamer vertreten, ohne die regionale Nähe zu verlieren. Zudem kann so das Dienstleistungs-angebot für die Mitglieder langfristig gestärkt und, wo notwendig, ausgebaut werden.“
Die endgültige Entscheidung über die Errichtung der fusionierten Kammer trifft das Niedersächsische Wirtschaftsministerium. Geplant ist, dass die neue Handwerkskammer, die bundesweit eine der größten wäre, zum 1. Januar 2027 ihre Arbeit aufnimmt.
Foto (v. l.): Präsident der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade Detlef Bade, Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne, Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen Delfino Roman © Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade
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