Wahrscheinlich kein Hackerangriff auf Landratskandidat André Schuler
von Carlo Eggeling am 23.07.2026Der angebliche Hacker-Angriff auf den SPD-Landratskandidaten André Schuler könnte sich weniger dramatisch herausstellen als zunächst in der Pressemitteilung der Partei dargestellt. Das ergibt sich nach einer Rückfrage bei der Polizei. In der Miiteillung hatte es geheißen, ein Hacker habe aus einem Gruppenchat zuerst ein Bild heruntergeladen und dieses "im Anschluss in bearbeiteter Form wieder in die Gruppe" gestellt. Statt eines SPD-Plakats hängt Schuler in diesem manipulierten Bilds eines der AfD auf. Schuler wandte sich an Verfassungsschutz und Polizei.
Polizeisprecher Kai Richter erklärt nun, auf diesen WhatsApp-Kanal habe eine Handvoll Personen Zugriff. Die Nummer des Beschuldigten sei ersichtlich und gehöre einem Unternehmen in Baden-Württemberg, das möglicherweise irrtümlich hinzugefügt wurde. Da es sich um ein Firmen-Handy handle, hätten mehrere Mitarbeiter Zugriff darauf. Das umstrittene Bild sei nach bisherigem Stand lediglich in dieser kleinen Gruppe veröffentlicht worden.
Aktuell sehe es nicht danach aus, dass Hacker den Chat übernommen hätten, sondern eher danach, dass sich jemand einen "üblen Scherz" erlaubt habe. Die Polizei gehe den Vorwürfen nach. Ein Ergebnis gebe es noch nicht.
André Schuler ist froh, dass sich die Sache so aufgeklärt hat. Er sei nun wieder arbeitsfähig, da er seinen Laptop und andere Geräte zurückbekomme, die habe er in eine technische Überprüfung gegeben. Carlo Eggeling
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