Lüneburg, am Donnerstag den 17.09.2026

Warnzeichen für Desinformation" besonders gefragt:

von Polizei am 17.09.2026


POL-LG: "5 Warnzeichen für Desinformation" besonders gefragt:
Polizeidirektion Lüneburg beendet Aufklärungskampagne

Lüneburg (ots) - Woran lässt sich Desinformation erkennen? Diese Frage stieß
während der sechswöchigen Social-Media-Kampagne "Checken statt teilen" der
Polizeidirektion Lüneburg auf besonders großes Interesse. Der Beitrag "5
Warnzeichen für Desinformation" erzielte mit knapp 45.000 Aufrufen die größte
Aufmerksamkeit innerhalb der Kampagne.

Darin zeigte die Polizei fünf typische Merkmale, die bei zweifelhaften Inhalten
aufmerksam machen sollten: stark emotionalisierende Sprache, fehlende oder
unklare Quellen, außergewöhnliche Behauptungen ohne nachvollziehbare Belege,
auffällige Bilder oder Videos sowie der Versuch, durch Zeitdruck oder direkte
Aufforderungen zum schnellen Teilen zu bewegen. Die zentrale Empfehlung: kurz
innehalten, Quelle und Absender prüfen und Informationen mit weiteren
verlässlichen Quellen abgleichen.

Seit dem 03. August 2026 veröffentlichte die Polizeidirektion Lüneburg im Rahmen
von "Checken statt teilen" insgesamt 18 Beiträge auf den Instagram-Kanälen ihrer
sechs Polizeiinspektionen. Die Inhalte erzielten rund 260.000 Aufrufe
beziehungsweise Impressionen, erreichten 129.000 Konten und führten zu über
1.100 Interaktionen. Dazu zählen Likes, Kommentare sowie geteilte und
gespeicherte Beiträge. An Quizfragen und Umfragen beteiligten sich insgesamt
über 700 Personen.

Neben den Warnzeichen für Desinformation griff die Kampagne unter anderem
emotionale Manipulation in sozialen Medien, Falschmeldungen in
Messenger-Gruppen, KI-generierte Bilder und Deepfakes auf. Gleichzeitig zeigte
die Polizei einfache Möglichkeiten, Informationen und Quellen selbst zu
überprüfen.

Die sechs Polizeiinspektionen Celle, Harburg, Heidekreis,
Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen, Rotenburg und Stade beteiligten sich an der
Kampagne und veröffentlichten die Inhalte auf ihren jeweiligen
Instagram-Kanälen.

"Die Resonanz auf unsere Kampagne zeigt, dass das Thema die Menschen
beschäftigt. Desinformation begegnet uns längst im digitalen Alltag und kann
Vertrauen beschädigen und Verunsicherung schaffen. Entscheidend ist deshalb,
Informationen nicht vorschnell weiterzugeben, sondern innezuhalten, Quellen zu
prüfen und auf verlässliche Informationen zurückzugreifen", erklärt Kathrin
Schuol, Polizeipräsidentin der Polizeidirektion Lüneburg, zum Abschluss der
Kampagne.

Auch nach dem Ende von "Checken statt teilen" bleibt die Botschaft aktuell: Wer
Informationen kritisch prüft, schützt nicht nur sich selbst davor,
Falschinformationen aufzusitzen, sondern trägt auch dazu bei, deren weitere
Verbreitung zu verhindern.

Erst checken, dann teilen.

© Fotos: Polizei


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