Wenn einer muss, muss er — politischer Stellungskampf
von Carlo Eggeling am 06.08.2026Aufgespießt
Es ist ein Kreuz mit dem Kreuz
Donnerstags bin ich gern auf dem Thorner Platz, Markt mit Gemüse, Früchten, Blumen, Brot und Kuchen. Sehr entspannt, immer wer da zum Klönen. Vorbei. Denn aktuell gibt es obendrein Kugelschreiber in Massen, die einen haben noch Gummienten, die anderen Honig. Politik zum Plantschen oder mal ganz süß. Wahlkampf heißt Stellungskampf. Denn vor dem besten Kreideberg-Supermarkt Klein wird's ungewohnt eng.
Vorhin habe ich verstanden, was das Wort Wahlkampf im Wortsinne meint, Stellung beziehen. Für sich selbst. Zwei Gruppen standen schon dort, die Wettbewerber waren spät dran. Ich weiß nicht, ob man daraus schließen kann, die sind auch sonst ein wenig verschlafen. Jedenfalls stand ich mit einem Bekannten samt Rädern im Gespräch. Da kam ein Jüngling auf uns zu, ohne Hallo, er MÜSSE dort jetzt hin, wir MÜSSSTEN gehen. Da wir keine Wahlkämpfer sind, gingen wir -- wer will sich schon mit einem die Kraft messen, der noch grün hinter den Ohren ist?
Mich hat die Ansprache komplett überzeugt. Der Vertreter dieser Partei gewährt einen Blick aufs eigene Weltbild: klare Ansagen. Das reicht fürs Volk. Der Wähler denkt: Es ist ein Kreuz. Aber nicht unbedingt für diese Partei. carlo
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